die zweite kurze „Provence-Lektüre“ – Zusammenstellung

Mit und nach dem Veröffentlichen meiner ersten kurzen Bücher-Liste über die Provence kamen so zahlreiche und interessante Kommentare und Nachrichten, dass ich nun die zweite erstellt habe. Bücher und Lesen gehören ja nun auch zu meinen Interessenschwerpunkten, ebenso wie das Reisen und ich freue mich auf zahlreiche weitere Gespräche und Anregungen. Wie angekündigt hier nun die zweite kurze „Provence-Lektüre“ – Zusammenstellung:

„Marseille-Trilogie“ von Jean Claude Izzo: Total Cheops, Chourmo, Solea


Jean Claude Izzo verdankte seine Bekanntheit vor allem den Kriminalromanen der „Marseille-Trilogie“ Total Khéops, Chourmo und Soléa. Er stand in der Tradition des französischen Néo-Polar, Kriminalliteratur mit gesellschaftskritischem Einschlag.

1997 produzierte und sendete das Deutschlandradio das Hörspiel Total Cheops. Das Hörspiel wurde 2002 als Hörbuch veröffentlicht.

„Tödlicher Lavendel“ von Remy Eyssen
Remy Eyssen (Jahrgang 1955), geboren in Frankfurt am Main, arbeitete zunächst als Redakteur bei der Münchner Abendzeitung, später als freier Autor für Tageszeitungen und Magazine. Anfang der 90er Jahre entstanden die ersten Drehbücher. Bis heute folgten zahlreiche TV-Serien und Filme für alle großen deutschen Fernsehsender im Genre Krimi und Thriller. Tödlicher Lavendel, sein erster Roman, wurde bei den Kommentaren zu meiner ersten Bücherliste vielfach empfohlen.

So gerne ich auch Krimis lese, möchte ich hier nicht nur dieses heute so weit verbreitete Genre bedienen, zumal es unzählige, gute Literatur der Provence gibt.
„Der Mann der Bäume pflanzte“ von Jean Giono

Jean Giono, der vor allem in seinen frühen Prosawerken naturreligiöse Vorstellungen vertrat, wurde1885 in Manosque geboren und starb 1970 dort. Gionos Roman „Que ma joie demeure (Bleibe, meine Freude)“, 1935 erschienen, sei damals „eher als philosophisches Handbuch für eine neue Lebenskunst denn als literarisches Werk aufgenommen“ worden.

Unerwähnt in den Kommentaren der ersten, kurzen Bücherliste war „Die Besteigung des Mont Ventoux: (Was bedeutet das alles?)“ von Francesco Petrarca.

Petrarcas Besteigung des Mont Ventoux, die Schilderung seiner Wanderung auf den Berg am 26. April 1336, gilt mit Recht als einer der wichtigsten Texte der Renaissance. Mit ihm beginnt ein neues Natur- und Weltbewusstsein, er ist sozusagen das Scharnier zwischen Mittelalter und Neuzeit. Ergänzt wird der kurze Text in dieser Ausgabe um die entsprechenden Teile aus Jacob Burckhardts »Kultur der Renaissance in Italien«.

Petrarca gilt als (Mit-)Begründer des Humanismus und war einer der größten Dichter Italiens. Er wollte die Antike als Ganzes wiederbeleben. Petrarca zog sich nach Reisen durch Frankreich, Belgien und Deutschland nach Fontaine-de-Vaucluse zurück, wo er von 1337 bis 1349 lebte und einen großen Teil seines Canzoniere schrieb.

„Erinnerungen und Erzählungen“ von Frédéric Mistral.

Frédéric Mistral wurde 1830 in Maillane bei Arles, Bouches-du-Rhône, geboren und starb dort 191. Er war ein neuprovenzalischer Dichter und Linguist. 1904 erhielt er den Nobelpreis für Literatur.


„Bonjour Provence: Wo der Mistral die Mimosen zaust“ von Jutta und Rainer Duclaud
„Die provencalische Art zu leben ruft beim alltagsgestressten Mitteleuropäer Assoziation hervor: Sonne und Sand, Leichtigkeit und Lebenslust tagaus, tagein. Für Jutta und Rainer Duclaud, „Ossis“ aus Leipzig, war der Weg in ain solches Paradies eigentlich nicht vorgezeichnet. Dennoch, die Träume, die geografische, kulturelle und auch kulinarische Enge zu überwinden, konnten nach dem Fall der Mauer plötzlich war werden. …“

Schon Hemingway war ein großer Fan von Simenon und so möchte ich Euch Georges Simenons Provence Krimi nicht vorenthalten: „Mit Maigret in die Provence: Mein Freund Maigret/Maigret auf Reisen“.


Bekannt wurde er vor allem als Autor von insgesamt 75 Kriminalromanen um die Figur des Kommissars Maigret. Daneben verfasste Simenon über 100 weitere Romane und 150 Erzählungen unter seinem Namen sowie knapp 200 Groschenromane und mehr als 1000 Kurzgeschichten unter verschiedenen Pseudonymen.

Georges Simenon ist einer meiner Lieblingsautoren und ich mag viele Bücher von ihm. Gelesen habe ich allerdings wirklich das erste Mal in einem Hemingway-Roman von ihm. Seine Maigret-Reihe ist wirklich toll, aber richtig gefesselt haben mich seine anderen Romane.

Das war jetzt erst einmal die zweite „Provence-Lektüre“ – Zusammenfassung. Im Anschluss füge ich die erste och einmal an. Es fehlen immer noch ganz viele gute und empfehlenswerte Bücher. Es wird auch eine dritte Liste folgen und demnächst eine Abstimmung über Eure Lieblingsbücher. Im Anschluss füge ich hier noch einmal die erste Bücher-Zusammenstellung an:
„Eine Kindheit in der Provence“ von Marcel Pagnol ist ein Klassiker des 1895 in Aubagne geborenen Schriftstellers

„Das vergessene Kind“ von John Matthews ist ein Kriminalroman etwas anderer Art, der in die 1960iger Jahre zurück führt.

Erst 2015 erschien „Provenzalische Geheimnisse“ von Sophie Bonnet, die das derzeitige Leben im Luberon anschaulich beschreibt.

„Zwischen Boule und Bettenmachen. Mein Leben in einem südfranzösischen Dorf“ von Christiane Dreher ist ein „Aussteigergeschichte mit Happy End. Nicht ausgedacht, sondern selbst erlebt“ und recht unterhaltsam zu lesen

„Das Lavendelzimmer“ von Nina George steht auf der Spiegel-Bestsellerliste

Eine unterhaltsame Plauderei ist das Buch zwischen Roman und Reiseführer „Café du Centre: Geschichten aus der Provence“ von Ralf Jähnig

Fehlen darf auf der Bücherliste, auch der so unvollständigen, wie meiner, auf keinen Fall „Kindheit und Jugend in der Provence“ von Frédéric Mistral, der 1904 den Nobelpreis für Literatur erhalten hat.

In den meisten Bücherregalen und –schränken steht hier „Die Lehre der Sainte-Victoire“ von Peter Handke


„Das Buch von der Riviera“ von Erika und Klaus Mann aus dem Jahre 1931 ist ein Reiseführer aus dem abenteuerlichen Marseille, dem mondänen Cannes und natürlich aus Monte Carlo.

 

Empfehlungen und Kommentare:

Empfehlungen:

  •  die Krimis von Cay Rademacher fehlen noch z.B. Mörderischer Mistral…
  •  Ich habe letztens auch noch „Tödlicher Lavendel“ gelesen; ich weiß aber leider nicht mehr wie der Autor hieß…es spielt in Hyeres und Le Lavandou…
  •  Sehr gute Idee! Die „Laviolette“ Krimis von Pierre Mangan würde ich auch auf die Liste setzen (da gibt es einige)! Und natürlich die Romane von Jean Giono (s. Le hussard sur le toit)!
  •  Christine Cazon hat auch zwei Krimis geschrieben, die in und um Cannes spielen… und bravo für deine Liste, vielen lieben Dank
  • Detlef Teube Die Marseille-Triologie von Jean Claude Izzo
  • Sigrid Dauster Von Marcel Pagnol liebe ich auch noch die Wasser der Hügel und die Zeit der Liebe, außerdem von Giono noch : Bleibe meine Freude.Leider konnte ich mein Französisch nie so perfektionieren, dass ich sie in der Originalsprache lesen konnte.,Die Pagnol-bücher hat mir als junges Mädchen eine Bekannte meiner Eltern ans Herz gelegt. Sie schrieb damals eine Diplomarbeit über den Dichter.Dann kam noch ein französischer Brieffreund und schon war ich frankophil.
  •  ich lese gerade à l’ombre des vainceurs von marie-laure de cazotte, davor hatte ich marthe et mathilde von pascale hugues, houellebecq liegt auch schon bereit… ansonsten, irène nemirovsky und régine deforges gehören auch zu meinen fovoriten….
  •  Eine liebe in der Provence von Tanja Schlie…..das Buch hat mich sehr bewegt und Nachbars Garten von kati lori war nur schön und leicht
  • Susanne Kreft Josee Marlene Demond… den Krimi hab ich auch gelesen, sehr schön geschrieben, vor allem, weil man die Gegend ja bestens selbst kennt… der Autor ist Remy Eyssen.
  •  Mistralmorde, Mordtour, Todeseiland-Ignaz Hold, Die Brasserie-Sebastian Greber, EinEngländer in St Tropez-Stephen Clarke, Tödlicher Lavendel-Remy Eyssen
  •  Das Doppelgrab in der Provence: Baltasar Matzbachs dritter Fall
    von Gisbert Haefs
  • Sandra Bennot Die Marseille-Trilogie von Jean Claude Izzo: Total Cheops, Chourmo, Solea sind einfach toll!!!
  • Mistralmorde, Mordtour, Todeseiland-Ignaz Hold,
  • Die Brasserie-Sebastian Greber,
  • Ein Engländer in St Tropez-Stephen Clarke,
  • „Lavendelzimmer“ – ein wunderbares Buch, das ich nur ungern aus der Hand legte und sicher noch ein zweites und drittes Mal lesen werden. Selbst mein Mann, sonst nicht Fan solcher Lektüre, war begeistert von Monsieur Perdu.

Da es noch unzählige, gute Bücher über die Provence gibt, wird es auch eine dritte und weitere Zusammenstellungen geben. Vielen Dank für die zahlreichen Kommentare und Gespräche über Bücher, lesen, Gelesenes und die Anregungen …

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